Technik, Chemie & Einrichtung

Grundsätzliche Informationen über Filter, Heizung, Wasserchemie, Beleuchtung und Einrichtung im Nano-Aquarium.

Bildquelle Pixabay/ CC0 Public Domain/ User:Joergelman/ Jörg Möller /Gelsenkirchen
Bildquelle Pixabay/ CC0 Public Domain/ User:Joergelman/ Jörg Möller /Gelsenkirchen

Filter:

Auch im Nano-Aquarium ist man auf technische Hilfsmittel in den meisten Fällen angewiesen, um die Funktion der Mini-Anlage aufrechtzuerhalten. Um vor allem dauerhaft ein gut funktionierendes Nano-Aquarium zu betreiben, ist es notwendig, eine permanente Filterung zu integrieren. Ein gutes Filtersystem führt dabei gleich mehrere sehr nützliche Funktionen in der Nano-Anlage aus. In den meisten Fällen werden in der Nano-Aquaristik Innenfilter eingesetzt. Aber auch Außenfilter sind gängig. Der Filter nimmt vor allem die das Wasser trübenden Schwebstoffe wie ein feinmaschiges Sieb auf und hält somit das Wasser rein optisch klar und ansprechend. Diese Funktion nennt man eine mechanische Filterung. Aber sehr viel wichtiger für das Nano-Aquarium ist die zweite Funktion des Filters. Die Filterbakterien, die sich in kurzer Zeit auf dem Filtersubstrat ansiedeln, bauen vor allem die sehr schädlichen Ausscheidungen der Fische und der anderen Aquarienbewohnern zu biologisch ungefährlichen Verbindungen ab. Diese Art der Wasserreinigung wird somit also biologische Filterung genannt. Der Filter im Nano-Aquarium hat aber noch eine weitere oft auf den ersten Blick nicht ganz so sichtbare Funktion. Die durch den Auslauf des Filters im Becken erzeugte Strömung, die beim Einlaufen des gefilterten Wassers die Wasseroberfläche ständig in Bewegung hält, setzt dem Aquarienwasser Sauerstoff zu, bzw. das Wasser wird mit Sauerstoff angereichert. Die meisten Fischarten sowie auch Garnelen, Krebse und Schnecken benötigen für ihr Wohlbefinden vor allem ein sauerstoffreiches Wasser. Übrigens, gute Filter können mit mehreren Filtermedien bestückt werden.

 

Heizung:

Manche modernen Aquarien-Boden-Heizer, wie z.B. Silikonheizkabel, werden einfach im Bodengrund oder auf der Bodenplatte des Nano-Aquariums mittels Saugern fixiert. Gerade diese Art der Heizermodelle erzeugen bei einem minimalen Strombedarf eine doch recht sanfte Wärme im Bereich des Aquarienbodens, wodurch damit eine leichte Strömung im Bereich des Bodengrundes entsteht, die auch für eine gute Freisetzung von Nährstoffen sorgt. Reglerheizer oder auch Stabheizer dagegen, hängt man mittels Saugern einfach in das Wasser, und beeinflusst so damit die Wassertemperatur. Dies Art der Installation ist mit wesentlich weniger Aufwand verbunden, besonders wenn man bei einem Defekt das Heizungssystem einmal tauschen muss.

 

Beleuchtung:

Auch wenn man nur in Anführungszeichen ein kleines Nano-Aquarium betreibt, man möchte ja schließlich auch optisch etwas davon haben. Fische, Zwerggarnelen und auch Pflanzen sollen ja für den Betrachter immer gut sichtbar sein und das möglichst den ganzen Tag. Dafür ist eine optimale Ausleuchtung von Nöten. Unser künstliches Licht dient als Ersatz für den natürlichen Sonnenschein. Man darf also somit nie vergessen, dass ein Nano-Aquarium lediglich ein künstlich erschaffenes simuliertes Biotop ist, in welchem man so gut wie nur möglich, die natürlichen Lebensbedingungen der Tiere und Pflanzen nachahmen sollte. Je kleiner die Anlage, desto wichtiger ist auch das Licht. Die Sonne scheint in der Natur bei klarem Himmel mit einer Helligkeit von ca. 100.000 Lux. Eine gute Nano LED Beleuchtung zum Beispiel, mit nur ca. 300 Lux. Mit einer diesbezüglich reduzierten Beleuchtungsstärke, wird vor allem ein übermäßiges Aufheizen des Wassers im Nano-Aquarium vermieden und auch ein übermäßiges Algenwachstum gut verhindert. Nano-Aquarien sollten möglichst kein natürliches Tageslicht abbekommen, erst recht keine Sonne (Überhitzungsgefahr). Am besten stellt man sie in der dunkelsten Ecke des Zimmers auf. Leuchtstoffröhren sind meistens das Standard-Leuchtmittel für normale Aquarien. Sie können aber leider aufgrund ihrer Wärmeentwicklung und ihrer Empfindlichkgeit gegenüber Spritzwasser mit der modernen Nano LED Beleuchtung kaum noch wetteifern. Gerade die Wärmeentwicklung der Leuchtstoffröhren ist bei Nano-Aquarien in der warmen Jahreszeit ein großes Problem. Die Zukunft und optimale Beleuchtung für ein Nano-Aquarium sind vor allem programmierbare LEDs. Gerade die RGB-LED-Technologie ist für die Nano-Aquarien wie geschaffen einen völlig oder fast natürlichen Tag zu simulieren. RGB bedeutet nichts weiter wie Rot-Grün-Blau. Es sind die drei elementaren Grundfarben, aus denen jeder beliebige Lichtton gemischt werden kann. Alle drei Farben zusammengeschaltet ergeben ein sehr helles Weiß, Grün und Blau ergeben wiederum Gelb, dieses mit Rot gemischt, ein schönes warmes Orange. Vom tiefroten morgendlichen Sonnenaufgang, einem immer heller werdenden Tageslicht, bis hin zu einem flammend roten Sonnenuntergang ist hierbei alles möglich und einstellbar. All diese Funktionen können in die hochwertigen Varianten dieser RGB-LED Leuchtmittel leicht einprogrammiert werden. Aber durchaus auch die preiswerten Varianten von LED-Leuchtmitteln haben sehr gute und ausgewogene, als auch fest einprogrammierte, Beleuchtungsmodi.

 

Rotes oder blaues Licht?

Pflanzen benötigen generell immer beide Lichtfarben. Nur die beiden Wellenlängen zusammen sorgen für eine sehr gute Wurzelbildung und ein gesundes Breiten- und Längenwachstum. Besonders das hochenergetische blaue Licht ist daher für Jungpflanzen äußerst wichtig, rotes Licht hingegen ist für die Blühphase ein unerlässliches Muß. Rotes Licht ist ideal für die Blüten und Fruchtbildung. Blaues Licht ist ideal für die Wuchsphase der Pflanzen und sorgt für ein sattes "Grün" mit kräftigem und kompaktem Wuchs. Zusammengefasst kann man einfach sagen, blau und rot sind gerade die Wellenlängen, die das Chlorophyll am besten aufnehmen kann. Daher sind gerade diese Farben für die Photosynthese am nützlichsten und unverzichtbar. Überwiegt der rote Lichtanteil, so wachsen die Pflanzen zwar enorm, sind aber allerdings insgesamt recht labil. Überwiegt aber der blaue Lichtanteil, so wachsen die Pflanzen dagegen sehr langsam, aber dafür auch schön kompakt. Ein optimaler Pflanzenwuchs findet daher immer nur bei einem ausgewogenen Anteil von blauem und rotem Spektrum statt.

 

Mittagspause im Nano-Aqaurium

Vor allem in den tropischen Gebieten, wo ja die meisten der bevorzugten Aquarienpflanzen herkommen die man verwendet, verdunkelt gerade in der Mittagszeit oft ein Gewitter oder der Monsunregen den Himmel. Deshalb ist es durchaus sehr ratsam, auch den Wasserpflanzen eine kleine Pause zu gönnen und die Beleuchtung mittags zwei bis vier Stunden einfach abzuschalten. Das Tageslicht reicht den Pflanzen in dieser kurzen Ruhezeit aus. Ein schöner Nebeneffekt besteht darinnen, dass man so abends etwas länger in das Aquarium schauen kann, und vor allem den Algen macht man so auf Dauer das Leben recht schwer.

 

Beispiel aus meiner Anlage:

1. Phase, 5 h. - 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr
2. Phase, Mittagspause, 3 h - 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
3. Phase, 5 h - 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr

 

Es besteht allerdings nicht unbedingt die Notwendigkeit eine solche künstliche Mittagspause im Nano-Aquarium durchzuführen. In sehr gut bepflanzten Becken geht es auch ohne, da die Pflanzen den Algen die Nährstoffe entziehen. Zwischen Algen und Pflanzen besteht ein unmittelbarer Konkurrenzkampf. In einem gut eingefahrenen Becken mit recht vielen Pflanzen, guter Wasserqualität, einer geeigneten Beleuchtung und einer normalen und nicht übertriebenen Düngung, hält sich das Algenwachstum in Grenzen. Grünalgen sind übrigens auch ein Idikator für gute Wasserqualität. Algenvertilgende Garnelen und Schnecken halten kleinere Bestände in den meisten Fällen sehr gut in Schach.


Bodengrund

Der richtige Bodengrund im Nano-Aquarium

Der Bodengrund sollte für die meisten im Nano-Aquarium verwendeten Wasserpflanzen mit ca. 5cm bis 7 cm Höhe vollkommen ausreichen sein. Fluß-Sand mit 1,5 mm Körnung oder Kies mit einer 2-4 mm Körnung sind optimal für die Anlage. Feinerer Sand ist hierbei komplett ungeeignet, da keinerlei Bodenzirkulation mehr stattfinden kann. Ohne Durchlüftung, sprich Zirkulation des Bodengrundes, sind die sogenannten"guten" Boden-Bakterien nicht lange überlebensfähig. Auch die Wurzeln der meisten Pflanzen haben es lieber, wenn das Wasser relativ frei durch den Bodengrund zirkulieren kann. Nur ist gewährleistet, dass laufend Nährstoffe an die Wurzeln der Pflanzen transportiert werden. Der Aquariumkies, sprich Bodengrund, muss vor dem Einbringen in das Nano-Aquarium sauber und auch vor allem frei von Schwebstoffen sein. Daher muss der Aquariumkies vorher gründlichst gewaschen und durchgespült werden, und zwar solange, bis das abfließende Wasser klar ist. Die Frage einen Nährboden für die Pflanzen unter den Kies zu geben, also als die erste Schicht des Bodengrundes, wird recht kontrovers in vielen anerkannten Fachkreisen diskutiert. Diese Nährböden geben den darinnen enthaltenen Pflanzendünger nur langsam ab und haben somit eine langfristige Depot-Wirkung. Die meisten sozusagen echten Wasserpflanzen, nehmen die Nährstoffe in gelöster Form direkt aus dem Wasser auf. Diese Pflanzen sind dazu von der Natur aus mit sogenannten Hydropoten ausgestattet. Die Hydropoten befinden sich an den Blättern. Andere Pflanzenarten wiederum, besitzen kleine Spaltöffnungen an ihren Blättern, über die sie das nötige CO2 und auch andere Nährstoffe, in gelöster Form aufnehmen. Diesen Wasserpflanzen dient der Aquarienkies lediglich nur als fester Halt für ihre Wurzeln. Bei Wasserpflanzen, die den Haupteil ihrer Nährstoffe über die Wurzeln beziehen, kann man auch ganz einfach Düngekugeln in den Wurzelbereich der Pflanze drücken. Diese Düngekugeln besitzen eine langfristige Depot-Wirkung, indem sie die Nährstoffe sehr langsam abgeben. Auf diese Weise können Wasserpflanzen recht einfach und gezielt gedüngt werden.


Dekorationsmaterial

Wurzeln und Steine für die Dekoration im Nano-Aquarium

Folgende Holzdekorationsmaterialien sind sehr gut für die Aquaristik geeignet. Sie sollten aber alle vor dem Gebrauch gut gesäubert und gewässert werden. Mopani Holz, Mooreichen Wurzel, Savannenholz, Wabenholz. Bei Steinen als Dekorationsmaterial ist immer sehr genau darauf zu achten, dass diese keine Metalleinschlüsse haben. Auch diese Steine sollten vorher gut gespült und gewässert werden. Zu Steinarten, die in der Aquaristik häufig zum Einsatz kommen zählen vor allem das bekannt Lochgestein, die Lavasteine und die Schiefersteine. Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch viele weitere Gesteinsarten, die sich sehr gut eignen, wie zum Beispiel große kalkfreie Kieselsteine oder durchaus auch Basaltsteine. Lavastein ist weitestgehend unproblematisch, bei Lochgestein ist der mitunter hohe Kalkgehalt zu beachten. Schiefersteine gelten der Regel nach ebenfalls als recht brauchbar, zumindest solange man eindeutig ausschließen kann, dass es sich nicht um Ölschiefer handelt. Ab und zu werden aber auch bei Schiefergestein Auswirkungen auf die Wasserqualität diskutiert, wobei teils eher der Kalkgehalt im Fokus dieses Gesteins steht. Den Kalkgehalt von Steinen kann man aber ganz einfach mit Hausmitteln testen: Einfach einen Teelöffel voll Essigessenz auf den Stein geben. Schäumt es, so ist der Stein kalkhaltig, schäumt es nicht so ist der Stein nicht kalkhaltig.


Abdeckscheibe

Pro & Contra

Auch zum Thema Abdeckscheibe bei Nano-Becken gehen die Meinungen bei vielen deutlich auseinander. Contra: Angeführt wird immer wieder die Handhabung und Enfernung wenn man am Becken hantieren möchte und das man öfter die Scheibe wegen Staub reinigen muss. Außerdem ist die Wasserverdunstung viel höher. Pro: Positive Gründe für die Abdeckscheibe sind vor allem, die Tiere können nicht entkommen und eine wesentlich geringere Verdunstungsrate. Ich persönlich tendiere eher zur Abdeckscheibe hin, da es für die Insassen einfach sicherer ist.


Die drei wichtigsten Flusstypen

Eine kleine Erklärung zu Weißwasser,  Klarwasser und Schwarzwasser

Weißwasserflüsse

Die Weißwasserflüsse gehören neben den Schwarzwasserflüssen und Klarwasserflüssen zu den drei in den tropischen Regionen vorherrschenden Flusstypen. Die wohl am meisten bekannten Weißwasserflüsse sind in Südamerika vor allem der obere Amazonas (Rio Solimões), der Rio Madeira, der Rio Branco sowie der Río de la Plata, welcher in der Übersetzung aus dem spanischen „Silberfluss“ heißt. In Afrika zum Beispiel, zählt der Blaue Nil zu den Weißwasserflüssen. Die Weißwasserflüsse sind aufgrund des hohen Gehalts mineralischer Schwebstoffe farblich eher recht hell gehalten, sie erscheinen daher schmutzig-lehmfarben. Die eigentlich hellbraune Färbung der Weißwasserflüsse scheint nur bei der Schrägansicht weiß. Der pH-Wert bei Weißwasserflüsse liegt meistens im neutralen oder leicht sauren Bereich.

 

Klarwasserflüsse

Die Klarwasserflüsse sind arm an mitgeführten Sedimenten und Elektrolyten. Der pH-Wert schwankt bei ihnen zwischen sauer und neutral, also insgesamt zwischen 4,5 und 7,8, bei den größeren Flüssen aber auch zwischen 6,0 und 6,7. Klarwasserflüsse findet man nur in Süamerika vor. Als spezifische Eigenschaften sozusagen, weisen alle Klarwasserflüsse eine gelbe bis olivgrüne Färbung auf. Bekannte Klarwasserflüsse sind der Rio Guaporé, der Rio Tapajós, der Rio Xingú und der Rio São Francisco.

 

Schwarzwasserflüsse

Schwarzwasserflüsse reflektieren kaum Sonnenlicht, da sie so gut wie keine Schwebstoffe, Nährstoffe oder Sedimentpartikel enthalten. Daher erscheinen sie recht dunkel. Die bräunliche Färbung der Schwarzwasserflüsse entsteht durch recht große Mengen an gelösten Huminsäuren, als auch an Fulvosäuren. Die Fulvosäuren sind eine Gruppe organischer Säuren mit uneinheitlicher Zusammensetzung. Der Ursprung der Schwarzwasserflüsse liegt immer in Mooren oder in den humosen Böden der Regenwälder. Aufgrund der im Wasser gelösten Huminstoffe sind die Schwarzwasserflüsse naturgemäß sehr sauer. Schwarzwasserflüsse sind vor allem extrem nährstoffarm. Gute Beispiele für Schwarzwasserflüsse sind vor allem in Südamerika der Rio Negro, der Rio Cururu, der Río Caroní und in Afrika der Kongo.


Wasserchemie

Ein paar sehr wichtige Informationen im Bezug auf die Wasserwerte.

Der pH-Wert beschreibt den Säuregrad, der in jedem Gewässer herrscht. Er wird auf einer Skala angegeben, die sich von sauer (pH 0–7) bis basisch (pH 7–14) bewegt. Ein pH-Wert von 7 gilt als neutral.

 

Die Gesamthärte (GH), sie gibt den Gehalt an gelösten Salzen im Wasser an, vor allem Kalzium und Magnesium. Die Gesamthärte wird meistens in °dH (= Grad Deutscher Härte) angegeben.

 

Die Karbonathärte (KH) gibt den Gehalt des im Wasser gelösten Hydrogenkarbonat an. KH dient dem ph-Wert als Puffer, stabilisiert und verhindert damit, dass sich zu schnell Veränderungen ergeben.

 

Kohlendioxid (CO2), der sogenannte CO2-Wert, muss ebenso wie der pH-Wert laufend kontrolliert werden. Das gesamte Zusammenspiel von CO2 und KH-Wert muss regelmäßig kontrolliert werden. Diese beiden Werte beeinflussen sich gegenseitig. CO2-Schwankungen führen immer zu pH-Schwankungen, gerade dann, wenn der KH Wert niedrig ist. Des Weiteren, stellen alle höheren Pflanzen aus Wasser und CO2 unter Ausnutzung von Licht (Sonnenenergie) Kohlenhydrate her. Kohlenhydrate dienen den Zellen und Organismen als Energiequelle, als Reservestoff und auch als Gerüstsubstanz. Diesen Vorgang denn man die Photosynthese. Es ist die Erzeugung von energiereichen Biomolekülen aus energieärmeren Stoffen, unter der Zuhilfenahme von Lichtenergie. Bei diesem biochemischen Vorgang wird als erstes mit Hilfe von lichtabsorbierenden Farbstoffen, Chlorophyll oder auch Bakteriochlorophyll, Lichtenergie in chemische Energie umgewandelt. Diese wird dann unter anderem, zum Aufbau von energiereichen organischen Verbindungen, meistens aber Kohlenhydrate, aus energiearmen, anorganischen Stoffen, hauptsächlich aus Kohlenstoffdioxid C02 und Wasser H2O, verwendet. Grob gesagt, als Abfallprodukt entsteht bei der Photosynthese, der für die Aquarien-Tiere und Aquarien-Pflanzen lebensnotwendige Sauerstoff.

 

Sauerstoff (O2), der absolut wichtigste Wert im Aquarium, denn ohne ihn können weder Fische, Garnelen, Krebse, Pflanzen, oder nützliche Bakterien, die das Wasser von Schadstoffen befreien, überleben.

 

Das Nitrit(NO2) entsteht im Aquarium als Zwischenprodukt beim Abbau der Ausscheidungen der Tiere

 

Das Nitrat (N03) ist das Endprodukt der Nitrifizierung, also der bakterielle Ab- und Umbau organischer Abfälle.

 

Das Phosphat (PO4) entwickelt sich hauptsächlich aus dem Fischfutter über den Stoffwechsel der Fische und Bakterien. Daher immer sparsam und angemessen  Füttern und niemals im Übermaß.

 

Eisen (Fe): Wasserpflanzen benötigen Eisen als einen für sie sehr wichtigen Nährstoff.

 

Kupfer (Cu) ist für Fische und andere Aqaurienbewohner sehr stark giftig.


CO2 Anlage

Informationen über die CO2 Anlage im Nano-Aquarium

Alle Pflanzen im Aquarium, wenn sie auf Dauer gut wachsen und gedeihen sollen, benötigen CO2 als eine wichtige Nahrungsquelle. Mineraldünger, z.B. Düngekugeln oder auch Flüssigdünger, die über den Aquarienboden und über das Wasser zugeführt werden, ergänzen je nach Pflanzenart noch den gesamten Kreislauf. In der Nacht wiederum, benötigen auch die Pflanzen ein geringes Maß an Sauerstoff. Hier kann man, falls es notwendig sein sollte weil ein Sauerstoffdefizit vorhanden ist, mit einer kleinen Membranpumpe regulierend etwas nachhelfen. Des Nachts schaltet sich die Membranpumpe ein, während am Tag die gesamte Situation genau umgekehrt verlaufen muss. Also noch einmal ganz langsam: "Das CO2 muss am Tag zugeführt werden, der Sauerstoff in der Nacht". Würde man das CO2 in der Nacht während des Betreibens der Membranpumpe zuführen, so würde sich das C02 einfach auflösen. Die richtige zuzuführende Menge an CO2 hängt wesentlich von der Karbonathärte (KH) und dem pH-Wert des Aquarienwassers ab. Je härter das Aquarienwasser ist, also je höher der gemessene KH-Wert im Becken, desto mehr CO2 wird benötigt, um den pH-Wert abzusenken. Auch ist die CO2 Düngung eine starke Hilfe gegen die ungeliebten Algen. Pflanzen und Algen stehen in einem Aquarium in unmittelbarer Nahrungskonkurrenz. Wenn die Pflanzen im Becken sehr gut wachsen, so entziehen sie den Algen die Nahrungsgrundlage. Kurz gesagt, bei der CO2 Düngung werden die Pflanzen in ihrem Wachstum wesentlich gefördert, während man bei den Algen die Chance auf Wachstum minimiert. Ob man sich nun schließlich für eine CO2 Bio-Anlage oder eine CO2 Anlage die über eine kleine Flasche gespeist wird entscheidet, ist letztendlich eine persönliche Frage. Der große Vorteil einer CO2 Anlage die durch eine Flasche gespeist wird, liegt gegenüber der Bio-CO2 Anlage allerdings auf der Hand. Eine flaschengespeiste CO2 Anlage kann erstens mit einer Nachtabschaltung ganz einfach und problemos ausgerüstet oder nachgerüstet werden, zweitens lässt sich auch die Zahl der CO2 Zufuhr über einen Regler / Druckminderer genau einstellen. Somit ist sozusagen die Belieferung des Aquariums mit CO2 wesentlich gleichmäßiger und steuerbarer als bei der CO2 Bio-Anlage, in der das CO2 durch einen Gärungsprozess produziert wird, wobei jedoch die entstehende Menge des CO2 bei der Gärung sehr temperaturabhängig ist. Wer sich aber für das Bio-C02 in seinem Nano-Aquarium entscheidet, dem kann ich durchaus gerne das Dennerle Nano Bio CO2 Komplett - Set für Mini-Aquarien (10 Liter - 60 Liter) oder aber auch JBL Pro Flora Bio80 eco2 (12 Liter - 80 Liter) für kleine Aquarien empfehlen, falls er seine CO2-Anlage nicht selber basteln kann oder möchte.

CO2, Flipper & Co oder Paffrathsche Rinne

Zugabegeräte oder auch Reaktoren genannt, wie z.B. der Flipper, Diffusor oder auch der Außenreaktor, bei letzterem erfolgt die Einleitung des CO2 in das Wasser des Filterkreislaufes, lösen immer kontinuierlich das zugeführte Gas im Wasser. Die Reglung und Zugabe des CO2 erfolgt hierbei durch die Steuerung mittels eines Ventiles. Bei dem biologisch erzeugtem C02 verläuft die Gaserzeugung wie schon gesagt, nicht gleichmäßig. Die Produktion ist vor allem abhängig von der Temperatur und auch von der Länge des entsprechenden Gärprozesses. Bei einer eventuellen Drosselung des CO2-Flusses, besteht zudem auch die große Gefahr einer Explosion oder einer Rissbildung des Gärbehälters durch den Überdruck, da der Gärbehälter in den meisten Fällen nur aus einer Plastikflasche oder einem Kanister besteht und somit nicht für hohen Druck geschaffen ist. Da jedoch die Kontaktfläche des CO2 zum Wasser in der Paffrathschen Rinne (auch Paffrathsche Schale bzw. Paffrathschale genannt) stets immer gleich ist und sich eine mal mehr oder auch weniger hohe CO2-Produktion nur im Füllstand der verwendeten Schale sammelt, so ist bei diesem System eine recht gleichmäßige Zugabe des CO2-Gases zum Aquariumwasser immer gewährleistet. Wird z.B. mehr CO2 bei einem stärkeren Gärungsprozess zugeführt als die Schale fassen kann, so entweicht das überschüssige CO2 einfach als Blase über den unteren Schalenrand. Durch unterschiedlich groß gewählte Schalen ergeben sich so auch unterschiedlich große Kontakt- oder besser gesagt Diffusionsflächen. Auf diese Weise kann die Menge des zu lösenden CO2-Gases der Aquariengröße gut angepasst werden. Die Länge der Paffrathschen Rinne bzw. die Kontaktfläche, richtet sich bei der Berechnung immer nach der Wassermenge im Becken und der vorhandenen Karbonathärte (KH) des Aquariumwassers. Die Karbonathärte ist ein Maß für die an Hydrogencarbonat (HCO3) gebundenen Calcium- oder Magnesiumionen. Für das Erreichen des Kalk – CO2 Gleichgewichtes, errechnet sich die Kontaktfläche Wasser, CO2 je 100 Liter, wie folgt:

 

10° KH = 30cm2, über10° KH für jedes weitere 1° KH jeweils zuzüglich 20cm2 Kontaktfläche.

 

Die nachfolgende Tabelle zeigt die absoluten Zahlen im Bezug auf 100 Liter Aquarienwasser. Die Werte sind im Bezug auf die Beckengröße jeweils zu erweitern oder zu verringern.

 

Karbonathärte

Kontaktfläche in cm2

Rinnenlänge

10 KH

11 KH

12 KH

13 KH

14 KH

15 KH

16 KH

30

50

70

90

110

130

150

10 cm

18 cm

25 cm

30 cm

40 cm

45 cm

50 cm

Bio CO2, Ansatz selber herstellen:

 

1/2 Päckchen Tortenguss oder 1/2 Päckchen Gelatine (gemahlen)

Hefe (recht wenig erforderlich)

100 g Zucker

125 ml Wasser

3-4 Tropfen Speiseöl

1 gestrichener Teelöffel Zucker

 

100 g Zucker, 1/2 Päckchen Tortenguss oder ersatzweise 1/2 Päckchen Gelatine (gemahlen) und 125 ml kaltes Wasser werden in einen kleinen Topf gegeben und mit einem Scheebesen gut verrührt. Alles zusammen kurz aufköcheln und dabei vor allem immer langsam weiterrühren. Es entsteht eine etwas dickflüssigere geschmeidige Mischung. Sobald die Mischung recht durchsichtig erscheint, ist sie fertig. Die erhitzte Masse noch etwas abkühlen lassen und zwar soweit, dass sie gerade noch  fließfähig ist. Anschließend wird sie dann mittels eines Trichters vorsichtig in das Gärgefäß gegeben und zwar maximal nur soweit, bis 1/4 der gesamten Gefäßhöhe erreicht ist. Bitte auf die Hitzebeständigkeit des Gärgefäßes achten. Sicherheitshalber stelle ich das Gefäß in welches ich die Masse einfülle, beim Einfüllvorgang in kaltes Wasser. Sobald die Bio-CO2 Mischung dann gut abgekühlt ist, verfestigt sie sich zu einer Wackelpudding ähnlichen Masse. Ist die Masse dann kalt und fest, füllt man mit lauwarmem Wasser (max. 25°C) soweit auf, dass noch ¼ Leerraum im oberen Bereich der Flasche verbleibt. Die Aktivierung kann nun mittels der Hefe erfolgen. Je mehr Hefe man nimmt, desto mehr CO2-Blasen bilden sich später. Für ein ca. 30 Liter Nano-Becken reichen etwa zwei Messerspitzen der Hefe im allgemeinen vollkommen aus. Um der Hefe noch etwas Starthilfe zu geben, kann man noch einen gestrichenen Teelöffel Zucker mit dem in der Flasche befindlichen Wasser verschütteln. Dann gibt man noch etwa drei bis vier Tropfen Speiseöl dazu, das verhindert eine eventuelle Schaumbildung beim Gärprozess.

 

Alternativen zu Backhefen die man auch verwenden kann:

Eine gute Alternative gerade bei kälteren Temperaturen bietet auch die Arauner Kitzinger Reinzuchthefe trocken. Sie ist gerade bei Temperaturen zwischen 5°C bis 10°C bestens geeignet. Auch Weinhefen können bei normalen Temperaturen durchaus angewendet werden. Bei beiden läuft die Gärung im Gegensatz zur Backhefe nicht ganz so stürmisch ab, also eher gleichmäßiger. Diese Hefen bekommt man meist in Reformhäusern oder bei der Firma Paul Arauner GmbH & Co.Kg in Kitzingen.

 

Wichtig!

Ein wenig experimentieren bei dem hier angegebenen Rezept kann durchaus notwendig werden, da nicht alle Aquarien die gleiche Literzahl haben und auch die Temperaturen am Aufstellungsort variieren können. Die Kunststoff-Flasche immer nur bis zu maximal 3/4 des gesamten Flaschenvolumens auffüllen. 1/4 sollte bei selbsthergestellten Mischungen wegen eventueller Ausdehung als Reserve im oberen Flaschenbereich immer frei bleiben. Als Schläuche sollte man bei CO2 Anlagen keinesfalls etwa normale Luftschläuche für Membranpumpen nehmen, sondern nur spezielle CO2 Schläuche aus dem Zoofachhandel. Übrigens, zum Auffüllen der Flasche kann man ruhig das Aquariumwasser verwenden. Bis zum Start der gewünschten CO2 Produktion durch die Hefe (temperaturabhängig), kann es 24h - 48h dauern. Sollte sich spätestens nach 48h nichts tun, kann man noch etwas Hefe zusetzen.


Laub im Nano-Aquarium

Laub im Nano-Aqaurium hat sehr viele positive Effekte und es wirkt dazu auch noch recht dekorativ.

Laub im Aquarium weist vor allem für Garnelen und Schnecken sehr positive Effekte auf. Laub wird von Garnelen wie auch von Schnecken gerne als Weidefläche und als Nahrung genutzt. Auch in der Natur können Garnelen und Schnecken in den Gewässern auf diese Nahrungsquelle zurückgreifen. Die Bäume am Ufer werfen Blätter ab, welche dann in das Wasser gelangen, sich dort zersetzen und somit auch als Nahrung für Garnelen und Schnecken dienen. Laub bietet den Tieren auch ideale Rückzugsmöglichkeiten und Verstecke, insbesonders tragende Weibchen profitieren so durch das Laub im Becken, in dem sie dort ihre Ruhe suchen. Laub kann auch dazu beitragen, dass es die Anzahl der im Aquarium befindlichen Keime erheblich reduziert, wobei es mitunter auch teils leicht antibakteriell wirkt. Im Übrigen kann auch durch den Einsatz von Laub im Nano-Becken der ph-Wert gesenkt werden. Wichtig ist dabei vor allem, dass nur tatsächliches Laub, also wirklich nur die rein abgestorbenen Blätter, in das Aquarium gegeben werden. Damit das Laub untergeht und es vor allem auch von unerwünschten Verunreinigungen befreit wird, sollte man es heiß abbrühen oder ganz kurz kochen. Dann noch einmal kurz mit kaltem Wasser abspülen. Im Aquarium kann man es dann mehrere Wochen belassen. Erst wenn sich das Laub zu stark zersetzt, sollte man die Reste entfernen.

 

Geeignete Laubsorten:

  • Eiche (senkt den ph-Wert bei entsprechender Wasserhärte)

  • Buche (recht widerstandsfähigund zersetzt sich nicht so schnell)

  • Ahorn

  • Erle

  • Ulme

  • Weide

  • Pappel

  • Obstgehölze (Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge, Marille…)

  • Haselnuss

  • Wallnuss (enthält viele Gerbstoffe die antibakteriell wirken)

  • Esskastanie, Kastanie

  • Seemandelbaumblätter

Bei Erstanwendung oder auch wenn längere Zeit kein Laub mehr in das Becken eingebracht wurde, empfiehlt es sich, mehrfach eine kleinere Menge Laub in das Aquarium zu geben, um eventuell auftretende Probleme mit den Wasserwerten zu vermeiden. Immer nur unbelastetes Laub verwenden. Das Laub darf niemals an Feldrändern oder an Straßenrändern gesammelt werden, da diese Laub durchaus belastet sein kann.


Rückwand im Nano-Aquarium

Welche Rückwand verwende ich am besten bei meinem Nano-Aquarium

Rückwandposter Nano-Aquarium. Das  Poster wurde vorher laminiert © Th. Kreuter
Rückwandposter Nano-Aquarium. Das Poster wurde vorher laminiert © Th. Kreuter

Ein Nano-Aquarium ist nur halb so schön, wenn man zwischen der mühsam aufgebauten Landschaft Kabel und Schläuche oder auch die Wohnraum Tapete sieht. Daher sollte man sich rechtzeitig überlegen, wie man dieses Problem aus der Welt schafft. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit, ein wenig handwerkliches Geschick vorausgesetzt, ist vor allem die Herstellung einer 3D-Rückwand, die durch das Modellierung mittels Styropor- oder Styrodurplatten selbst hergestellt werden kann oder die zweite Möglichkeit, eine Folienrückwand, bei der das Motive ausgedruckt als Poster bzw. Folie an die Aquarien-Rückwand geklebt wird. Da das Nano-Aquarium schon von seinem Volumen her recht klein ist, tendiere ich persönlich eher zu einer von außen angebrachten Folienrückwand. Eine opulente Rückwand mit Motiv macht allerdings nur bei einem Nano-Aquarium Sinn, welches nicht allzu dicht mit Pflanzen bewachsen ist, da man ansonsten vom Motiv selbst fast gar nichts mehr sieht. Rückwände mit Standardmotiven kann man natürlich fast überall im Zoo-Handel oder Online-Handel kaufen. Viel schöner ist es aber meistens, wenn man sich sein ganz persönliches Wunschmotiv drucken lässt und somit seinem Nano-Aquarium eine persönliche Note verleiht. Hierzu muss man allerdings der Druckerei die exakten Maße angeben. Bevor man die Folie bzw. das Poster anbringt, sollte die Rückwand des Aquariums nochmal sehr gründlich gereinigt werden. Onlinedruckereien drucken das Motiv meistens direkt auf eine selbstklebende Folie, so dass diese ohne Probleme auf die Rückwand des Nano-Aquariums geklebt werden kann. Wenn das Motiv allerdings als reines Poster kommt, so empfiehlt es sich, noch eine durchsichtige und vor allem beidseitig klebende Folie für Glas, im Baumarkt oder Bastelgeschäft, dazu zu kaufen. Man fixiert dann das das Poster auf der einen Seite der Folie und anschließend kann es dann mit der anderen Seite auf die Rückwand des Nano-Aquariums aufgezogen werden. In jedem Fall ist es aber immer notwendig, die Folie mit einem glatten und harten Gegenstand zu glätten, damit sich keinerlei Luftblasen mehr zwischen Folie und Glaswand befinden. Sprüht man die Scheibe vor dem Aufkleben noch mit etwas Wasser welches ein paar Tropfen Spülmittel enthält ein, so kann man die Folie noch nachträglich korrigieren und auch absolut blasenfrei aufziehen. Spätestens am nächsten Tag sitzt die Folie dann sicher und bombenfest.


Einlaufzeit Nano-Aquarium

Ein wenig Geduld ist hierbei schon gefragt, bevor die ersten Bewohner das neue Heim beziehen.

Nach dem man ein Nano-Aquarium gekauft hat, das Becken nun mehr auch an seinem Platz zu Hause steh, geht es an die Einrichtung. Ist die gesamte technische als auch dekorative Einrichtung vorhanden, so denkt man darüber nach, die ersten Bewohner in das neue gestaltete Heim zu setzen. Aber an einen Fisch- oder auch Garnelenbesatz ist zu diesem Zeitpunk noch gar kein Gedanke zu verschwenden. Das Nano-Aquarium braucht jetzt erst einmal eine ca. sechswöchige Einlaufzeit, in der man das Habitat gestaltet und in der sich letztendlich dann das Biotop erzeugt.

Ausschnitt r. 25L Nano-Aquarium © Th. Kreuter
Ausschnitt r. 25L Nano-Aquarium © Th. Kreuter
Ausschnitt li.  25L Nano-Aquarium © Th. Kreuter
Ausschnitt li. 25L Nano-Aquarium © Th. Kreuter
Wasser nach 24h vollkommen klar © Th. Kreuter
Wasser nach 24h vollkommen klar © Th. Kreuter

Die Rückwandfolie, habe diese laminieren lassen, ist angebracht und das Nano-Aquarium auch schon einmal grob eingerichtet. Es enthält schon die ersten Pflanzen. Die LED Beleuchtung gibt ein schönes und helles Licht ab. Die leichte Trübung die noch vorhanden ist, kommt durch das Präparat "SERA bio nitrivec". Dieses Präparat baut Ammonium und Nitrat durch Reinigungsbakterien ab. Die Trübung verschwindet in der Regel nach ca. 4h - 24h, wie das dritte Bild auch belegt. Die Feineinrichtung sowie kleinere Details und noch ein paar Pflanzen mehr, werden nach und nach vervollständigt. Bevor die ersten Tiere das neue Heim beziehen, werden noch ca. 6 weitere Wochen vergehen. Erst einmal muss sich das biologische Gleichgewicht einstellen und alle Wasserwerte müssen exakt stimmen. Hier muss man immer etwas Geduld mitbringen, denn diesen Vorgang kann man nun mal nicht beschleunigen. Es nimmt eben alles seinen normalen biologischen Lauf.

Die vollständige Einrichtung © Th. Kreuter
Die vollständige Einrichtung © Th. Kreuter
Pflanzendickicht im Hintergrund © Th. Kreuter
Pflanzendickicht im Hintergrund © Th. Kreuter
Im vorderen Bereich Schwimmraum © Th. Kreuter
Im vorderen Bereich Schwimmraum © Th. Kreuter


Mulmschicht im Nano-Aquarium

Ein bisschen Mulm schadet nicht und ist auch gut für das Klima im Nano-Becken

Bildquelle: Pixabay/CC0 Public Domain/User: Dirk (Beeki®) Schumacher /Germany
Bildquelle: Pixabay/CC0 Public Domain/User: Dirk (Beeki®) Schumacher /Germany

Im Mulm sind auch sehr viele gute Bakterien, als auch Nahrungspartikel für Schnecken und Garnelen enthalten. Auch Wasserpflanzen profitieren durchaus davon. Wenn der Mulm im Becken allerdings zu dicht wird und somit nur noch wenig Sauerstoff für den Zersetzungsprozess zur Verfügung steht, so können natürlich auch Fäulnisprozesse im Becken entstehen. Daher sollte man ein gesundes Maß an Vernunft walten lassen und immer nur einen Teil des Mulms absaugen, diesen aber nicht komplett entfernen. Ein kleiner Rest von Mulm im Becken wirkt sich eher positiv aus. Wichtig ist noch zu bemerken, dass der Mulm durchströmt werden muss. Das geschieht am besten durch einen sogenannten Bodenfilter. Aber auch Schnecken, Garnelen & Co. durchwühlen den Mulm und sorgen somit für eine recht gute Auflockerung des Bodengrundes und der daraufliegenden Mulmschicht.