Marmorkrötchen (Scaphiophryne)

Die Haltung und Pflege von Marmorkrötchen im Terrarium

Marmorkrötchen (Scaphiophryne) sind recht interessante Tiere und auch dankbare Pfleglinge im Terrarium. Die Marmorkrötchen sind eine Amphibien-Gattung aus der Familie der Engmaulfrösche. Vom Aussehen her kann man die Tiere am besten wie folgt kurz beschreiben. Ihre Pupillen sind horizontal gelagert, die Zunge ist ganzrandig, elliptisch geformt sowie hinten frei abhebbar. Gaumenzähne fehlen bei den Tieren. Vor dem Schlund sind zwei quer angeordnet Hautfalten vorhanden. Das Trommelfell ist bei den Tieren nicht sichtbar. Die Finger sind alle frei und an den Spitzen zu größeren in etwa herzförmig aussehenden Haftscheiben verbreitert. Die Zehen der Tiere sind an der Basis durch eine Schwimmhaut verbunden. Diese Schwimmhaut ist aber nicht zwischen die Metatarsen der 4. und 5. Zehe eingreifend. Die Spitzen sämtlicher Zehen sind alle verbreitert. Die knöchernen Endphalangen der Finger sind T-förmig geformt, die der Zehen normal einfach. Praecoracoide sind bei den Marmorkrötchen vorhanden, aber nur leicht entwickelt. Das Omosternum fehlt, das Sternum ist knorpeliger Struktur und die Querfortsätze des Sacralwirbels sind etwas verbreitert.  Die am meisten zu bekommenden Arten für die Haltung im Terrarium sind „Grünes Marmorkrötchen“ (Scaphiophryne marmorata), „Rotes Marmorkrötchen“ (Scaphiophryne gottlebei) und „Stachliges Marmorkrötchen“ (Scaphiophryne spinosa). (Quellenangabe siehe unten)

 

Die Gattung der Marmorkrötchen (Scaphiophryne)

Sie wurde erstmals 1882 von George Albert Boulenger beschrieben und umfasst insgesamt die folgenden 9 Arten:

 

1. Scaphiophryne boribory Vences, Raxworthy, Nussbaum, and Glaw, 2003
2. Scaphiophryne brevis (Boulenger, 1896)
3. Scaphiophryne calcarata (Mocquard, 1895)
4. Scaphiophryne gottlebei Busse & Böhme, 1992 Rotes Marmorkrötchen
5. Scaphiophryne madagascariensis (Boulenger, 1882)
6. Scaphiophryne marmorata Boulenger, 1882, Grünes Marmorkrötchen

7. Scaphiophryne menabensis Glos, Glaw & Vences, 2005
8. Scaphiophryne spinosa Steindachner, 1882, Stachliges Marmorkrötchen
9. Scaphiophryne matsoko Achille P. Raselimanana, Christopher J. Raxworthy, Franco Andreone, Frank Glaw &  Miguel Vences, 2014

 

Lebensraum, Größe und Ernährung:

Der Lebensraum dieser Tiere sind die tropischen Wälder in Ost-Madagaskar, in der Nähe stehender Gewässer. Die Gattung der Marmorkrötchen ist auf Madagaskar endemisch. Die Tiere sind in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Die Größe liegt bei adulten Tieren bei ca. 5 cm, die Lebenserwartung bei guter Pflege über sechs Jahre. Ein Schutzstatus ist derzeit noch nicht vorhanden. Die Marmorkrötchen Scaphiophryne spinosa, Scaphiophryne marmorata und Scaphiophryne boribory sollen allerdings in den Anhang von CITES  II aufgenommen werden. Madagaskar stellte dafür einen Antrag. Die DCSP hat diesem Antrag zugestimmt. Als Ernährung dienen den Tieren vor allem kleine Grillen und Heimchen, kleine Heuschrecken, Schaben und auch kleine Regenwürmer. Aber auch Stummelflügelige Fruchtfliegen (Drosophila melanogaster) werden gerne angenommen. Das Futter sollte immer mit Mineralien und Vitaminen angereichert werden. Die Tiere sind untereinander sehr verträglich. Eine kleine Gruppenhaltung ist zu empfehlen. Die Weibchen sind übrigens etwas größer und deutlich fülliger als die Männchen. Fortpflanzung: Nach ca. sechs bis acht Wochen "Trockenzeit" und anschliessender "Regenzeit" legen die Weibchen bis zu 500 Eier ab, aus denen dann nach einem Zeitraum von 30 bis 70 Tagen die Kaulquappen schlüpfen. Die genauen Haltungsparameter für die Marmorkrötchen finden Sie im Bereich: Beleuchtung, Beheizung Technik. Das Thema Einrichtung finden Sie unter: Terrarieneinrichtung Marmorkrötchen.

Grünes Marmorkrötchen (Scaphiophryne marmorata) / Von Frank Vassen - Flickr: Scaphiophryne marmorata, Andasibe, Madagascar, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22297600
Grünes Marmorkrötchen (Scaphiophryne marmorata) / Von Frank Vassen - Flickr: Scaphiophryne marmorata, Andasibe, Madagascar, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22297600
Rotes Marmorkrötchen (Scaphiophryne gottlebei) Von Franco Andreone - see authorization - http://calphotos.berkeley.edu, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3963088
Rotes Marmorkrötchen (Scaphiophryne gottlebei) Von Franco Andreone - see authorization - http://calphotos.berkeley.edu, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3963088
Stachliges Marmorkrötchen (Scaphiophryne spinosa) / Von Axel Strauß - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6430268
Stachliges Marmorkrötchen (Scaphiophryne spinosa) / Von Axel Strauß - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6430268

Madakaskar

Ein paar Informationen über Madagaskar

Madagaskar ist mit seiner gesamten Fläche von ca. 587.295 Quadratkilometern nach Indonesien der wohl flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat auf der Welt. Die Hauptstadt der Insel ist Antananarivo. Die Bevölkerung Madagaskars beträgt in etwa 29 Millionen, das entspricht ungefähr einer Bevölkerungsdichte von ca. 38 Einwohner pro Quadratkilometer, die Zuwachsrate beträgt in etwa 3 Prozent. Die Währung ist der Ariary, Amtssprachen ist Malagasy und Französisch. Das Klima in Madagaskar ist ein tropisches Tiefland- und Bergklima, immerfeucht bis wechselfeucht. Die Lage der Insel befindet sich im Indischen Ozean zwischen dem 12. Grad und 27. Grad südlicher Breite und dem 45. Grad und 54. Grad östlicher Länge. Die Insel ist durch den Kanal von Mosambik von Afrika getrennt. Religionsgemeinschaften: Über 50 Prozent der Bevölkerung sind vor allem Anhänger der ursprünglichen Naturreligionen, ca. 8 Millionen Einwohner sind Christen, davon ca. 4,5 Millionen Katholiken, ca. 3,5 Millionen Protestanten. Des weiteren leben noch ungefähr 1,4 Millionen Moslems auf der Insel. Der Nationalfeiertag ist der 26. Juni. Die Republik Madagaskar wurde am 14. Oktober 1958 zum autonomen Staat innerhalb der französischen Gemeinschaft erklärt. Die provisorische Regierung endete 1959 mit der Annahme einer Verfassung, die vollständige Unabhängigkeit wurde dann am 26. Juni 1960 mit Philibert Tsiranana als Präsident erlangt.


Wetter Madagaskar

Die Wetterbedingungen und das Klima auf Madagaskar

Das Klima in Madagaskar ist tropischer Natur und vor allem vom Südäquatorialstrom stark beeinflusst. Die Durchschnittstemperatur im Land beträgt ca. 28,1 Grad. Die westlichen Küstenregionen sind allerdings wesentlich wärmer als die Orte im Inland der Insel. So besteht zum Beispiel zwischen den Durchschnittstemperaturen in dem doch recht zentral in Madagaskar liegende Ort Morondava an der Westküste und dem Ort Fianarantsoa im Landesinneren ein Temperaturunterschied von mehr als sechs Grad. Vor allem aber der im Nordwesten gelegene Küstenstreifen, weist mit über 31 Grad, die höchsten Durchschnittstemperaturen im Land auf. Grundsätzlich aber sind die Mittelwerte des tropischen Klimas in Madagaskar doch recht konstant. Im zentralen Inland Madagaskars macht sich die Schwankung im Jahresverlauf, mit etwa sieben Grad, wirklich am höchsten bemerkbar. Die durchschnittlichen Tagestiefstwerte liegen an den Küsten mit ca. 20 Grad oder auch etwas mehr, relativ hoch. Im nördlichen Landesinneren der Insel wiederum, wird es mit durchschnittlich 12,8 Grad, vergleichsweise recht kühl. Vor allem verantwortlich für diese deutlichen Temperaturunterschiede sind die wesentlich höheren Niederschläge an der Ostküste Madagaskars. Während es im Westen von Madagaskar fast nur zwischen den Monaten Dezember und März regnet, so ist die Ostküste im Gegesatz dazu, ganzjährig äußerst niederschlagsreich. Vor allem je nach der entsprechender Lage, fällt dort doppelt bis durchaus viermal so viel Regen, wie auf der anderen Seite der Insel. Im Südwesten Madagaskars, ist der gesamte jährliche Niederschlag, am geringsten. Obwohl Madagaskar fast jedes Jahr von starken Zyklonen betroffen ist, so bietet die Insel doch recht viel Sonnenschein. Im Südwesten scheint die Sonne fast konstant durchschnittlich 9,9 Stunden pro Tag. In Richtung Norden nimmt dieser Wert allerdings kontinuierlich ab. An der nordwestlichen Küste der Insel zeigt sich die Sonne mit durchschnittlich acht Stunden täglich immer noch häufiger als im Landesinneren oder an der Ostküste mit durchschnittlich 6,3 bis 7,8 Sonnenstunden pro Tag. Das Wasser auf Madagaskar hingegen, ist sowohl im Westen als auch im Osten so gut wie immer durchschnittlich 25 Grad warm. Im Landesinneren Hochland von Madagaskar könne die Temperaturen aber auch bis unter den Gefrierpunkt sinken. Die Sommer und Winter auf Madagaskar entsprechen der tropischen Regen- und Trockenzeit.