Fachbegriffe Bestäubung

Ein paar kleine Erklärungen zu Fremdworten, hinsichtlich der Bestäubung

 

Kleistogamie / kleistogam

Das Wort kommt aus einer Zusammensetzung von den beiden aus dem griechischen stammenden Wörtern, kleistos für verschlossen und gamos für Ehe, also bedeutet es ungefähr so viel wie “verschlossen-blütig”. Diese Art der Blüten öffnen sich nicht. Sie bestäuben sich in diesem geschlossenen Zustand selbst. Die Befruchtung erfolgt somit als Zwangsbestäubung innerhalb der nicht geöffneten Blüte. Der bekannteste Vertreter für kleistogam dürfte wohl Drosera capensis sein.

 

Chasmogamie:

Die Bestäubung bei einer geöffneten Blüten nennt man Chasmogamie. Sie ist eigentlich der Normalfall bei den meisten Pflanzen und umfasst sowohl die Fremdbestäubung als auch die Selbstbestäubung.

 

Autogamie / selbstfertil:

Dieser Begriff ist vom lateinischen fertilis (fruchtbar) abgeleitet. So wird die Fähigkeit von Blüten, genannt, sich selbst zu bestäuben, was dann eine normale Frucht- und Samenbildung zur Folge hat. Wie zum Beispiel bei Drosera rotundifolia. Ein weiteres Wort ist Autogamie (gr. Αὐτό autó „selbst“, γάμος gamos „Ehe“), auch Selbstbefruchtung genannt. Es ist eine Form der sexuellen Fortpflanzung, bei der lediglich nur ein Elternteil vorhanden ist oder genetisch zur Fortpflanzung beiträgt.

 

Selbststerilität / selbststeril:

Diese Wort ist vom lateinischen sterilis, also unfruchtbar, abgeleitet und so nennt man den Umstand, dass sich die Pflanzen mit ihren eigenen Pollen, oder den Pollen genotypisch gleicher Pflanzen, nicht zu einer Samenbildung bringen lassen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Drosera hamiltonii.

 

Genotypus

Genotypus wiederum bedeutet, die durch die Kombination der Erbanlagen bedingte Erbstruktur, also damit die komplette Summe aller Erbanlagen oder Gene, eines Lebewesens.