Beleuchtung-Karnivoren

Karnivoren brauchen vor allem sehr viel Licht

Bildquelle:Pixabay / CC0 Public Domain / User: ClkerFreeVectorImages
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Möchte man für seine Karnivoren-Anlage nicht dauernd neue Lampen kaufen, so gibt es eine wirksame und einfache Verbesserung für die schon bestehenden Beleuchtungsanlagen. Einen wirklich sehr guten und großen Zugewinne für die Lichtausbeute, bringen vor allem entsprechend geeignete Reflektoren, die das nach oben und zu den Seiten abgestrahlte Licht, nach unten direkt auf die Pflanzen lenken. Besonders Reflektoren, besonders die in M- oder W-Form, sind dabei die geeigneteren. Auch die Höhe der Lampen die über den Pflanzen hängen, beeinflussen die Lichtmenge kolossal. Gerade die hoch hängenden Lampen bringen nicht viel, da in diesem Fall nur noch sehr wenig Licht bei den Pflanzen unten im Becken ankommt. Je geringer aber der Abstand zwischen Pflanze und Lampe ist, desto besser ist es für die Pflanzen. Allerdings ist sehr darauf zu achten, dass die Pflanzen das Leuchtmittel nicht berühren. Die Blätter oder Blüten, die das Leuchtmittel berühren, würden unweigerlich absterben. Eine durchsichtige Abdeckung, wie zum Beispiel eine geeignete Abdeckscheibe, ermöglicht einen Minimalabstand von 10 cm- 20 cm zwischen Pflanze und Leuchtstoffröhre. In das Aquarium oder Terrarium hängende Lampen können auch zur Überhitzung als auch zu Kurzschlüssen durch die Feuchtigkeit führen. Daher immer aufpassen und vor allem geeignete Feuchtraum-Fassungen verwenden. Eine weiter Frage ist die oft gestellt wird ist die, wie lange sollten die Lampen pro Tag brennen und das Becken beleuchten? Diese Frage lässt sich ebenfalls nicht pauschal beantworten. Die Beleuchtungsdauer ist generell immer vom Herkunftsgebiet der Pflanzen abhängt. Pflanzen aus der Nähe des Äquators brauchen in etwa zwölf Stunden Beleuchtung, sprich Licht am Tag. Je weiter das Herkunftsgebiet der Pflanzen vom Äquator entfernt liegt, desto länger werden die Tage im Sommer und desto kürzer werden sie im Winter. Gerade die Pflanzen aus den subtropischen Gebieten der Erde brauchen im Sommer durchaus bis zu 14 Stunden Beleuchtung und im Winter etwa nur ca. zehn Stunden. Hier hilft lediglich immer nur das vorsichtige Ausprobieren der verschiedenen Möglichkeiten und Beleuchtungsfaktoren. Gerade viele Pflanzen aus den entfernteren Regionen des Äquators brauchen unbedingt die für sie notwendigen unterschiedlichen Tageslängen, die in ihren angestammten Gebieten im Sommer und Winter vorherrschen, damit es bei ihnen überhaupt zur Blüte kommt. Daher ist es immer immens wichtig, dass man sich besonders bei der Haltung von Karnivoren intensiv über die Herkunft und den natürlichen Standort, sowie über die gesamten Haltungsparameter sehr genau informiert, um diese interessanten wie auch schönen Pflanzen erfolgreich halten und pflegen zu können.

 

Lichtbedarf der Karnivoren in Wohnbereichen

 

Im allgemeinen eignet sich sehr gut bei der Haltung von Karnivoren im Wohnbereich, ein möglichst unverbautes Fenster, durchaus auch gerne ein Dachfenster. In gegebener Abhängigkeit vom natürlichen Tageslauf der Sonne über das ganze Jahr hin, sind natürlich die maximal möglichen Sonnenstunden je nach der Ausrichtung des Fensters begrenzt, und sie geben somit immer prinzipiell vor, welche der von uns zu pflegenden Pflanzen ohne Zusatzbeleuchtung an diesen Orten überhaupt gehalten werden können. Als Zusatzbeleuchtung und Vollbeleuchtung haben sich vor allem Leuchtsoffröhren mit Reflektor sehr bewährt.

 

In Bezug auf die erforderliche tägliche Beleuchtungsdauer, sind im Groben die folgenden drei Gruppen von Pflanzen zu unterscheiden:

  1. Tropische Arten mit einer relativ konstanter Tageslänge von etwa 12h-14h.

  2. Die temperierten Langtages-Pflanzen mit einer Winterruhe.

  3. Im Winter wachsende Kurztages-Pflanzen mit einer Sommerruhezeit.

Auf den Bezug der Beleuchtungsstärke während der Wachstumsphase können nochmals im ganz groben drei Gruppen unterschieden werden:

  1. Vollsonnige Standorte, also Standorte mit soviel direkter Sonneneinstrahlung wie nur irgendwie möglich.

  2. Halbschattige Standorte mit etwa 3h-5h direkter Sonneneinstrahlung am Tag.

  3. Schattige Standorte, sehr hell, aber eigentlich ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Bei den Karnivoren hat natürlich auch jede Art ihre eigenen unterschiedlichen Ansprüche an das Licht. Fettkräuter (Pinguicula) zum Beispiel, haben wesentlich geringere Lichtansprüche wie zum Beispiel der Sonnentau (Drosera) oder die Venusfliegenfalle (Dionaea), wobei letztere mit Sicherheit zu den sehr lichthungrigen Karnivoren gezählt werden darf. Wenn man nun aber künstliche Beleuchtung einsetzen musst, so ist es sehr wichtig vor allem darauf zu achten, dass die richtige Farbtemperatur verwendet wird. Was ist nun aber die Farbtemperatur überhaupt? Die Farbtemperatur ist nichts weiter wie ein Maß, um einen jeweiligen Farbeindruck einer Lichtquelle, quantitativ, bestimmen zu können. Die Einheit der Farbtemperatur ist Kelvin (K). Bei Karnivoren hat sich ein Mischung aus 6500 Kelvin, welche die Ausfärbung der Pflanzen fördert, und 4000 Kelvin für gutes Wachstum, im Verhältnis 1:1, bestens bewährt. Diese Farbtemperaturen sind auf den Leuchtmitteln mit "865" für 6500 K und mit "840" für 4000 K angegeben. Andere Lichtfarben wie "675" oder "765" sind bei Karnivoren recht nutzlos. Die Lumen-Zahl (lm) ist aber ebenso wichtig. Die Lumen-Zahl beschreibt, wie viel Licht, die Lampe ausstrahlt. Lampen mit 500 Lumen sind sehr dunkel. Strahler zum Beispiel, mit 1200 Lumen sind sehr hell und auch geeignet zur Beleuchtung von Karnivoren. Glühlampen oder auch Pflanzenlampen sind völlig fehl am Platze und nicht bei Karnivoren zu gebrauchen. Sie haben einfach das falsche Spektrum und meist fehlt dazu auch der notwendige Blauanteil im Licht. Mittlerweile versucht man auch LED´s bei der Beleuchtung von Karnivoren einzusetzen. Auch bei den LED Leuchtstoffröhren bekommt man Röhren mit 6500 Kelvin und 4000 Kelvin. Einige Karnivoren-Freunde haben damit auch schon recht gute Erfahrungen gemacht. Noch einmal zurück zur Lichtintensität bzw. Beleuchtungsstärke die man bei Karnivoren benötigt. Sie ist die Menge des Lichtes, die pro Flächeneinheit auftrifft. So lautet die Einheit folglich Lumen/m² oder auch Lux. An einem wolkenlosen Tag im Sommer treffen zum Beispiel in Deutschland ca. 50.000 Lux - 100.000 Lux auf der Erde auf. Selbst an einem recht trüben Wintertag sind es immerhin noch satte 3.000 Lux - 4.000 Lux welche zum Boden finden. Anspruchslosere Karnivoren wachsen bei durchschnittlich ca. 5.000 Lux, eine intensive Rotfärbung tritt aber in den meisten Fällen erst ab etwa 10.000 Lux auf. Damit dürfte man schon ziemlich klar abschätzen können, dass man seine Anlage schon sehr gut ausleuchten muss, um den Karnivoren gute Lichtbedingungen bieten zu können. Bei der Beleuchtung darf daher auf keinen Fall gespart werden. Als Leuchtstoffröhren kann man T8 oder T5 Röhren verwenden, wobei die T5 Röhren bei gleicher Watt-Zahl mehr Licht abgeben. Aber wie viele Lampen braucht man nun eigentlich für seine Anlage? Diese oft gestellte pauschale Frage lässt sich leider recht schlecht im Allgemeinen beantworten, denn es hängt von vielen Faktoren ab, die es zu berücksichtigen gilt. Hier hilft leider nur das Ausprobieren von verschiedenen Möglichkeiten. Zeigen die Pflanzen auch mit dem Zusatzlicht nur eine reine Grünfärbung, bilden sie keinerlei Kannen oder Klebetröpfchen aus, oder weichen sie sonst in irgendeiner Form von einem guten Wuchs ab, so sollte man auf jeden Fall die Beleuchtung verstärken. Ein guter Rat noch bei der Beleuchtung mittels Leuchtstoffröhren, verwenden Sie immer Reflektoren, denn damit vermeidet man Lichtverluste und verbessert kolossal die Beleuchtungsintensität. Eine gute und vor allen Dingen auch preisliche Alternative gegenüber manchen sehr teuren Leuchtstoffröhren die bei der Beleuchtung von Karnivoren eingesetzt werden, sind auch die Osram-Röhren mit den Lichtfarben 865 (6500 Kelvin) und 840 (4000 K). Ein sehr gutes Verhältnis welches man auch empfehlen kann ist zum Beispiel 2 x die Lichtfarbe 865 plus 1 x 840. Auch 3 x 865 plus 3 x 840 oder auch 2 x 840 plus 1x 865 ist sehr gut geeignet. Die 865 er Lichtfarbe ist für die Ausfärbung der Karnivoren wichtig und die 840er für das allgemeine Wachstum dieser Pflanzen.

 

Andere Beleuchtungen für Karnivoren?

 

Mittlerweile haben sich im Bezug auf die Wichtigkeit der Farbtemperatur (das Kelvin), bei der Beleuchtung von Karnivoren, auch andere Meinungen und dazu auch noch gute Erfolge gezeigt. Es gibt mittlerweile etliche Liebhaber von Karnivoren, die auf die Farbtemperatur von 6500 Kelvin und 4000 Kelvin bei den Leuchtmitteln weniger Wert legen und eher auf eine kräftige normal Beleuchtung in Form von Tageslicht-Leuchtstoffröhren oder Vollspektrum-Leuchtstoffröhren zurückgreifen. Meine Meinung dazu ist, dass man generell bei der Beleuchtung etwas experimentieren muss, bis man die geeignete Leuchtmittel Zusammenstellung für die Pflanzen gefunden hat. Es gibt diesbezüglich wirklich kein Pauschal-Rezept, außer das gerade Karnivoren eine sehr kräftige Beleuchtung benötigen. Hierbei ist ein kräftiges mehr an Beleuchtung immer der bessere Weg für ein gesundes Pflanzenwachstum.

 

Leuchtstoffröhren, Kompaktleuchtstoffröhren und Energiesparlampen (ESL)

 

Die T5-Leuchtstoffröhren verdrängen immer mehr die guten alten T8-Röhren. Im Gegensatz zu den alten T8 Röhren, haben die T5-Röhren einen etwas geringeren Durchmesser von nur 16 mm gegenüber der T8 mit 26 mm. Dies entspricht genau 5/8 Zoll, darum auch die Bezeichnung T5. Auch die T5-Röhren müssen über ein Vorschaltgerät betrieben werden. T5- Röhren sind mit einer dreistelligen Kennzahl gekennzeichnet, wobei die erste Ziffer für die Ra-Zahl (CRI) steht und die anderen beiden Ziffern für die Farbtemperatur. Das bedeutet, dass eine Röhre mit der Kennzahl 960 zwischen 90 und 99% der Qualität des natürlichen Tageslichts erreicht und sie eine Farbtemperatur von 6000 Kelvin hat. Andere brauchbare Typen sind 860 und 865. Die besten zur Zeit erhältlichen Röhren sind die sogenannten Vollspektrum-Röhren oder BioVital-Röhren (z.B. von Narva). Im Übrigen sind T5-Röhren wesentlich wirtschaftlicher als die alten T8 - Röhren, da doch eine T5 eine Lichtausbeute von bis zu 90 Lumen/W bringt. Die T5-Röhren gibt es in zwei Leistungsklassen, HO (High Output) und HE (High Efficiency) mit den folgenden Leistungen: HO: 24 Watt, 55 cm / 39 Watt, 85 cm / 54 Watt, 115 cm / 80 Watt, 145 cm, HE: 14W, 55 cm / 21 Watt, 85 cm / 28 Watt, 115 cm / 35 Watt, 145 cm. Eine gute HO-T5-Röhre mit 54W (115 cm lang) liefert einen Lichtstrom von ca. 3000 - 5000 Lumen. Eine von der Länge her vergleichbare T8 (36W / 120 cm) gerade mal nur 1000 - 2500 Lumen. Selbst die T5-HE-Variante mit ihren 28W bringt es auf einen höheren Lichtstrom, nämlich von 2000 - 3000 Lumen. Zu beachten gilt dabei vor allem, dass sich die Einheit Lumen, an der Sehfähigkeit des menschlichen Auges orientiert, welches sein Optimum bei etwa 550 nm (grün) findet, und aus diesem Grund die Wellenlängen in diesem Bereich für den Menschen überdurchschnittliche Berücksichtigung finden. Da die Vollspektrum-Röhren ihr Licht aber auf ein breiteres Spektrum verteilen, weniger grün, mehr blau und rot, als Daylight- oder Coolwhite-Röhren, haben diese damit auch einen tieferen Lichtstrom als die beiden vorbenannten. So erreicht z.B. eine 54W-Biolight-Röhre (960) etwa 63 lm/W, während eine gleich starke Daylight (860) ca. 75 lm/W und die sogenannte Coolwhite (840) sogar über 80 lm/W erreicht. Trotzdem ist gerade als Terrarien-Beleuchtung, die Vollspektrum-Röhre vorzuziehen. Beim Einbau von T5 Leuchtstoffröhren und T8 Leuchtstoffröhren sind unterschiedliche Umgebungstemperaturen zu berücksichtigen. In einem Punkt unterscheiden sich nämlich alle T5-Lampen ganz erheblich von den T8-Modellen. T5 Röhren sind für eine Umgebungstemperatur von 35 Grad Celsius optimiert und nicht etwa für 25 Grad Celsius, wie die T8-Röhren. Bei einer oben offenen Pendelleuchte zum Beispiel, mit direkt-/indirekt-Anteil, darf man auf keinen Fall von dieser Temperatur ausgehen. Daher findet man in den Herstellerkatalogen wie zum Beispiel bei OSRAM, hauptsächlich die Lumenwerte für 25 Grad Celsius. Die Lumenwerte der T5 Röhren bei 25 Grad Celsius liegen deutlich unter denen der T8 Leuchtstoffröhren. Ein wesentlicher Punkt bei der Beleuchtung mittels Leuchtstoffröhren, seien es Modelle wie T5, T8 oder auch andere, ist immer die richtige Anordnung dieser im Lampenkasten. Nicht unbedingt die Menge der im Terrarium installierten Beleuchtungskörper ist immer ausschlaggebend für eine gute und richtige Beleuchtung, sonder vor allem deren korrekte und sinnvolle Anordnung. Eine Leuchtstoffröhre gibt, alleine schon bedingt durch die runde Bauweise, dass Licht nicht nur nach einer Seite hin ab, sondern nach allen Seiten. Das bedeutet natürlich einen sehr großen Lichtverlust, der durchaus nur noch ¼ der Strahlung auf den Boden des Terrariums gelangen lässt. Demzufolge muss man natürlich beim Einbau im Terrarium Rechnung tragen, um wirklich das Maximum der Beleuchtung herauszuholen. Die Leuchtstoffröhren benötigen daher schon einmal zueinander bei der Installation einen gewissen Mindestabstand, damit keinerlei gegenseitige Schattierungen der Röhren bei der meist verwendeten parallelen Einbauweise stattfinden können. Des Weiteren ist es daher absolut notwendig, gute und vor allem geeignete qualitativ hochwertige Reflektoren richtig hinter den Leuchtstoffröhren zu platzieren, damit das Licht welches nicht auf den Boden gelangt, also das Licht welches nach oben oder zu den Seiten hin abgestrahlt wird, durch die Reflektoren gesammelt und auf den Boden des Terrariums reflektiert werden kann. Dadurch verschenkt man vor allem keine Energie sinnlos, die ansonsten zu den Seiten und gegen die Abdeckung gestrahlt würde. Es gibt im Fachhandel übrigens auch einen T8-T5-Adapter (G13-G5-Adapter) mit dem man bei einem G13 Sockel auch T5 Röhren verwenden kann. Für Kompaktleuchtstoffröhren gilt wie auch für die normalen Leuchtstoffröhren in allen vorher angegebenen Punken ein und dasselbe. Die Energiesparlampen funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie die Leuchtstoffröhren. Vor allem für kleine Anlagen sind diese Lampen gut geeignet und durchaus auch empfehlenswert. Sie geben genügend Licht ab, und zwar bis zu 1000 Lumen bei 20W, haben aber den Nebenaspekt die Terrarien-Temperatur um einige Grade wegen der Wärmeabgabe zu erhöhen, welches durchaus manchmal auch erwünscht sein kann. Auch diese Lampen kann man überall im Handel als vollspektrale Versionen mit der Kennzahl 960 oder 965 ohne Probleme erwerben. Die Vollspektrum-Energiesparlampen von Narva (NT BioVital 958) haben zum Beisipiel einen Ra-Wert von etwa 98% bei 5800 Kelvin.

Im Übrigen haben Energiesparlampen auch eine sehr lange Lebensdauer, etwa 12'000 Stunden im Durchschnitt. Die meisten und gängig angebotenen Energiesparlampen haben eine Leistung von 9W, 11W, 15W, 20W und 23 Watt, wobei nach der neuen EG-Verordnung ESL´s mit Quecksilbergehalt oder Amalgamanteil über 15 Watt nicht mehr produziert werden dürfen. Übrigens, auch HQL-Strahler und HQI-Strahler sind von dem Verbot auch betroffen.



Karnivoren und 2700 Kelvin?

Blüte von Genlisea subglabra flora / Bildquelle: Wikipedia / Denis Barthel / Bildlizenz  CC BY-SA 3.0
Blüte von Genlisea subglabra flora / Bildquelle: Wikipedia / Denis Barthel / Bildlizenz CC BY-SA 3.0

Wie man weiß, brauchen alle Pflanzen nun einmal Licht zum Wachsen. Das gilt auch insbesonders für die Karnivoren. Für die doch recht unterschiedlichen Entwicklungszyklen der Pflanze spielt aber vor allem die Lichtfarbe und auch die Lichtzeit eine sehr große und vor allem auch entscheidende Rolle. Bei den Lichtfarben unterscheidet man zwischen dem sogenannten Wachstumslicht, dass eher mehr blau-weiß leuchtet und bei ca. 6400 Kelvin Farbtemperatur liegt, und dem Blütelicht, das eher rötlich scheint und eine Farbtemperatur von 2700 Kelvin aufweist. Daher dürfte es durchaus auf die Pflanzen sehr positiv wirken, wenn man beide verschiedenen Lichtfarben bei der Beleuchtung einsetzt. Viele Pflanzenarten reagieren aber nicht nur alleine auf die Lichtfarbe die ihnen geboten wird, sondern auch noch auf die Lichzeit, den sogenannten „Photoperiodismus“. Somit kann man natürlich auch eine Menge Pflanzen durchaus recht gut im Wachstum halten, indem man ihnen zum Besipiel 18 Stunden lang Licht gewährt und nur sechs Stunden Dunkelheit. Pflanzen können aber aber auch gut zum Blühen gebracht werden, indem man ihnen zwölf Stunden lang durchgehend Licht zur Verfügung stellt und sie anschließend zwölf Stunden in ununterbrochener Dunkelheit ruhen läßt. „Photoperiodismus“, findet aber in der erster Linie auf die „Kurztagspflanzen“ Anwendung.  Aber des Weiteren gibt es ja auch noch die sogenannten „Langtagspflanzen“, „Kurz-Langtagspflanzen“, „Lang-Kurztagspflanzen“ und auch „Tagneutrale-Pflanzen“. Die Lichtleistung und auch die Länge des Tageslichtes, muss allerdings dem gewünschtem Ergebnis, welches man erreichen möchte, gut angepasst werden. Aus den hier angeführten Gründen scheint es daher manchmal gar nicht so abwegig, dass auch bei der Pflege von Karnivoren ein zusätzlicher kleiner Beleuchtungsanteil mit einer Farbtemperatur von 2700 Kelvin durchaus bei der Beleuchtung mit eingesetzt werden kann und sollte.