Beleuchtung, Beheizung, Technik

Die technische Einrichtung des Aqua-Terrariums zur Haltung des Marmorkrötchens

Rosafarbene Catharanthe, auch Madagaskar-Immergrün genannt. Bildquelle: Pixabay / CC0 Public Domain / User:  PixArc /  Shaarc  / New Delhi/India
Rosafarbene Catharanthe, auch Madagaskar-Immergrün genannt. Bildquelle: Pixabay / CC0 Public Domain / User: PixArc / Shaarc / New Delhi/India

Die Temperaturen im Terrarium für Marmorkrötchen können je Herkunft der Tiere und der entsprechenend Art etwas variieren. Daher finden Sie die Parameter für die Haltung weiter unten. Auf eine gute Luftzirkulation und Belüftung ist immer zu achten, denn die Tiere vertragen Stauluft nicht gerade sehr gut. Es empfiehlt sich auch, eine Zwangsbelüftung mittels einer kleinen Membranpumpe im Aqua-Terrarium einzubauen. Als Beleuchtung sind Tageslicht-Leuchtstoffröhren mit geringem UV-Anteil geeignet. Auch hierbei kann man gerne auf die sehr guten NARVA Vollspektrum-Röhren oder auch NARVA BioVital-Röhren zurückgreifen. Ein Reflektor ist bei der Beleuchtung des Terrariums sehr sinnvoll. Möglichst große flache Wassernäpfe müssen im Terrarium vorhanden sein, wobei ich ehe zu einem flachen eingebauten Wasserteil anrate. Diesen Wasserteil kann man am besten noch mit einem Filter verbinden, jedoch sollte man darauf achten, dass keine zu starke Strömung entsteht. Um die Luftfeuchte im Terrarium zu erhöhen, kann man den Filterauslauf eventuell auch über einen kleinen Wasserfall oder Quellstein ins Becken zurückführen. Den Wasserbereich gestaltet man als ein flaches Ufer, die tiefsten Stellen im Wasserteil können durchaus bis zu 10 cm betragen. Füllt man dann noch 4 cm Bodengrund (Aquariensand oder Kies) auf, um eventuell ein paar Pflanzen einsetzen zu können, so ergibt sich die größte Tiefe im Wasserbecken mit sechs cm. Es ist allerdings immer darauf zu achten, dass die Tiere sehr leichte Ausstiegsmöglichkeiten haben und im tieferen Teil des Beckens auch immer die Möglichkeiten besteht, dass die Marmorkrötchen auf eine Wurzel  oder einen griffigen Stein klettern oder sich dort gut festhalten können. Auch eine Bepflanzung mit Sumpfpflanzen und Schwimmpflanzen kann den Tieren durchaus sehr entgegenkommen. Eine Beheizung des Terrariums, falls die Temperatur durch die Beleuchtung wirklich nicht ausreicht, kann durch einen kleinen nicht zu starken Spotstrahler realisiert werden (z.B. Sonnenplatz: Abendsonne /Morgensonne) oder durch eine punktuelle sehr schwache Bodenheizung, zum Beispiel unter einer flachen kleinen Steinplatte. Man sollte allerdings niemals eine Bodenheizung in der Anlage großflächig einsetzen. Für den Wasserteil eignet sich ein kleiner schwacher und regelbarer Aquarienheizstab, wobei im allgemeinen die Temperatur des Wassers durch die Umgebungstemperatur der Luft ausreichend aufgewärmt wird. Eine Überhitzung, gerade im Sommer, muss bei den Tieren auf jeden Fall vermieden werden, ebenso wie die schon weiter oben erwähnte  Stauluft. Das gilt insbesonders für die Art Scaphiophryne gootlebei


Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Haltungsparameter Aqua-Terrarium bei der Haltung von Scaphiophryne marmorata, Scaphiophryne gottlebei und Scaphiophryne spinosa.

Scaphiophryne marmorata

 

Vorkommen: Diese Art kommt im mittleren Osten Madagaskar von Zahamena im Süden zum Andasibe Bereich von 100 m -1000 m vor. Sein Lebensraum ist der Regenwald und die Sekundärvegetation im Osten und im Laubtrockenwald im Westen. Die Kaulquappen wachsen in flachen, temporären Pools auf. Obwohl es bis jetzt noch nicht beobachtet wurde, wird angenommen, dass diese Art auch ein explosiv Laicher zu sein scheint, der nur einmal nach den ersten schweren Regenfällen in der Regenzeit ablaicht. Temperatur 24°C bis 28°C am Tag, eine nächtliche Absenkung auf ca. 20°C. Luftfeuchtigkeit am Tag knapp 80%, Nacht bis 95%. Am besten verschiedene Temperaturzonen im Terrarium schaffen.

 

Scaphiophryne gottlebei

 

Vorkommen: Isalo-Massiv (Vallée des Singes, eigentlich bekannt als Vallée des Makis), im südlichen Zentral-Madagaskar. Auch in den umliegenden Gebieten, einschließlich Ilalaka und der PN-de Isalo. Diese Art lebt innerhalb des felsigen, montanen Teils des Isalo-Massivs in engen, sandbettartigen Schluchten mit senkrechten Felswänden. Der Lebensraum ist dunkel, kühl, etwa 19°C - 22°C Grad und sehr feucht, sprich er hat fast um die 100% Luftfeuchtigkeit. Daher sollte man die Tiere auch nicht zu warm halten. Eine kleine Stelle im Terrarium kann auch kurzzeitig gerne mal bis zu knapp 25°C betragen. Eine kräftige Vegetation im Herkunftsgebiet dieser Art ist fast nicht vorhanden oder sie beschränkt sich lediglich auf gelegentlich vorhandene Bäume. Die Kaulquappen von Scaphiophryne gottlebei leben und entwickeln sich in temporären felsigen Pools. Auch bei dieser Art sollten verschiedene Temperaturzonen im Terrarium geschaffen werden. Die Nachttemperatur sollte auf ca. 18°C - 20°C absinken.

 

Scaphiophryne spinosa

 

Vorkommen: Scaphiophryne spinosa lebt endemisch weitverbreitet in Ost – Madagaskar, von Masoala im Süden bis nach Chaines Anosyennes, auf 100 m - 1100 m über dem Meeresspiegel. Das Stachelige Marmorkrötchen bewohnt den unberührten Regenwald, sumpfige Wälder und Waldränder. Es fehlt auf den offenen Flächen. Die Kaulquappen wachsen in flachen, temporären Pools oder auch in kleinen stehenden Gewässern des Regenwaldes auf. Temperatur 24°C bis 28°C am Tag, eine nächtliche Absenkung auf 20°C. Luftfeuchtigkeit Tag 80%, Nacht 95%. Auch bei dieser Art sollte man am besten verschiedene Temperaturzonen im Terrarium schaffen.


Lesen Sie bitte auch das Thema: Terrarieneinrichtung Marmorkrötchen. Zum Thema Heizmatten finden sie auch einiges unter dem Menüpunkt: Die TerrarientypenZum Thema Mondlicht finden Sie einige Informationen unter dem Menüpunkt,  Sonstiges und Basteleien.


Aqua-Terrarium

Beispiel: Kleines Aqua-Terrarium mit Uferlandschaft für bodenbewohnende Tiere

Aqua-Terrarium ©Thomas Kreuter
Aqua-Terrarium ©Thomas Kreuter
Aqua-Terrarium ©Thomas Kreuter
Aqua-Terrarium ©Thomas Kreuter
Aqua-Terrarium ©Thomas Kreuter
Aqua-Terrarium ©Thomas Kreuter