Asiatische Hausgecko (Hemidactylus frenatus)

Allgemeine Informationen über Hemidactylus frenatus. Herkunft, Lebensweise, Verbreitung usw.

Asiatischer Hausgecko auf einem Stamm im Terrarium beim Sonnenbad © Thomas  Kreuter
Asiatischer Hausgecko auf einem Stamm im Terrarium beim Sonnenbad © Thomas Kreuter

Der Asiatische Hausgecko (Hemidactylus frenatus) oder auch Gewöhnlicher Halbfinger genannt, ist eine recht kleine Geckoart die ursprünglich nur in Südostasien beheimatet war. Hemidactylus frenatus wurde allerdings im Laufe der Zeit mittels Verschleppung weltweit in den wärmeren Gefilden verbreitet, so das Hemidactylus frenatus heute auf allen tropischen und subtropischen Kontinenten, als auch auf zahlreichen Inseln verbreitet ist. In Asien, seiner eigentlichen und ursprünglich Heimat, reicht das Verbreitungsgebiet dieser Tiere, von Pakistan im Westen bis hin zu Indonesien im Osten, den Ryūkyū-Inseln im Norden, als auch sehr große Populationen auf den Philippinen. Auf dem Kontinent Afrika findet sich diese Art mittlerweile an den Küsten von Dschibuti, Somalia und Kenia, außerdem auch auf Madagaskar, Mauritius, Réunion, Rodrigues, den Seychellen und sogar auf der Komoreninsel Mayotte. In der Neuen Welt kommt Hemidactylus frenatus von Mexiko über Mittelamerika bis Kolumbien und Ecuador vor, dazu auch noch in Australien, besonders in den Northern Territories, in Queensland und auch in Westaustralien. Weitere Inseln die diese Art auch besiedelt hat, sind der Chagos-Archipel (Inselgruppe im Britischen Territorium im Indischen Ozean ), Neuguinea, die Salomon-Inseln, die Karolinen, unter anderem auch noch Pohnpei, Mortlock Islands und Chuuk, Nauru, Vanuatu, Tonga, die Samoainseln, Neukaledonien, Fidschi und auch die Cookinseln im Pazifik. Der Asiatische Hausgecko erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge (KRL) von ca. 6,5 cm und eine maximale Gesamtlänge von etwa ((GL) 13,8 cm. Der Körper ist sehr schlank, der Kopf dabei sehr deutlich vom Körper abgesetzt. Aufgrund der immens weiten Verbreitung der Art, ist diese farblich als auch in Bezug auf die Beschuppung sehr veränderlich. Die Oberseite dieser Tiere ist in der Regel meist hell oder dunkel graubraun, dunkel beige, einfarbig oder manchmal auch dunkel gefleckt oder sogar leicht gebändert. Der Bauch ist fast immer weißlich oder gelblich, die Schwanzunterseite ab und an leicht rötlich. An den Kopfseiten findet sich meist lateral ein dunkler Streifen. Juvenile Tiere haben die gleiche Färbung aufzuweisen wie adulte Tiere, jedoch ist bei ihnen die Färbung kontrastreicher. Die Tiere haben ca. zehn bis zwölf Oberlippenschuppen und in etwa sieben bis zehn Unterlippenschuppen. Die Ohröffnungen der Tiere sind recht klein und von ovaler Form, dazu stehen sie leicht schräg. Zwischen den kleinen Rückenschuppen finden sich manchmal angeordnete gekielte und mit Tuberkeln ausgestattet Schuppen. Die Bauchschuppen sind in ca. 28 bis 36 Reihen angeordnet. Diese sind glatt, rundlich und überdecken sich. In Südostasien ist Hemidactylus frenatus ein sehr häufig anzutreffendes Reptil, welches sowohl in Dörfern als auch in Großstädten vorkommt. Es ist keine Seltenheit, dass diese Tiere auch in Häusern vorkommen und dort auch leben. Hemidactylus frenatus ist vor allem nacht- und dämmerungsaktiv und vor allem in seiner nächtlichen Aktivität häufig in der Nähe von Beleuchtungsanlagen zu finden, um dort Jagd auf Insekten zu machen, die sich im Lampenschein sammeln. Die keckernden Lautäußerungen brachten ihm einen weiteren Namen ein, weswegen er auch in Asien „Tinktock“ oder „Tschicktschak“ genannt wird. Die Lautäußerungen von Hemidactylus frenatus sind auch sehr häufig tagsüber zu hören. Der Asiatische Hausgecko hält sich an oder in Gebäuden, an Felsen, an Bäumen, an moderndem Holz oder auch unter Steinen auf. Die Weibchen des Asiatischen Hausgeckos legen 4- bis 6-mal im Jahr zwei hartschalige, fast runde Eier ab, die einen Durchmesser von ca. 9 bis 10 mm haben. Die Jungtiere haben beim Schlupf eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 18 mm bis 22 mm und eine Gesamtlänge von ca. 36 mm bis 44 mm. In seiner ursprünglichen asiatischen Heimat betrachtet man die Tiere als Glücksbringer. Der Asiatische Hausgecko ist übrigens in der Lage bei Stress bzw. Gefährdung seinen Schwanz abzuwerfen. Der Schwanz der Tiere wächst etwas dunkler wieder nach und kann nach der Regeneration bei Bedarf, sprich Gefährdung, erneut abgeworfen werden.